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Schmuck reinigen: was hilft, was schadet

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Für fast allen Schmuck genügen lauwarmes Wasser, ein Tropfen mildes Spülmittel und eine weiche Zahnbürste. Zehn Minuten einweichen, vorsichtig bürsten, klar abspülen, mit einem weichen Tuch trocknen. Finger weg von Zahnpasta, Backpulver und Scheuermitteln — sie schleifen die Oberfläche an. Angelaufenes Silber ist ein anderer Fall und braucht ein anderes Mittel.

Die Methode, die fast immer funktioniert

Eine Schale lauwarmes Wasser, ein Tropfen mildes Spülmittel. Das Schmuckstück zehn Minuten hineinlegen, damit sich Hautfett und Creme lösen. Danach mit einer weichen Zahnbürste vorsichtig über die Oberfläche und besonders unter die Steinfassung — dort sammelt sich, was einen Brillanten stumpf aussehen lässt.

Anschließend unter klarem Wasser abspülen und mit einem weichen, fusselfreien Tuch trocken tupfen. Nicht reiben, nicht föhnen.

Wichtig beim Abspülen: Waschbecken zustöpseln. Es ist erstaunlich, wie oft der Ring genau dabei verschwindet.

Das Ergebnis überrascht die meisten. Ein Ring, den man für abgenutzt hielt, ist oft nur verschmutzt.

Was Sie nicht tun sollten

Keine Zahnpasta. Sie enthält Putzkörper. Auf Gold und besonders auf Silber hinterlässt sie feine Schleifspuren, die den Glanz auf Dauer stumpf machen. Der Effekt sieht kurzfristig gut aus und ist langfristig ein Schaden.

Kein Backpulver, kein Natron, keine Alufolie. Das bekannte Hausmittel gegen angelaufenes Silber funktioniert zwar chemisch, ist aber unkontrolliert: Es greift Patina an, die bei ziselierten Stücken gewollt ist, und kann Klebstellen und weiche Steine angreifen.

Kein Ultraschallbad im Blindflug. Für Gold mit Brillanten ist es gut. Für Smaragd, Opal, Türkis, Perlen, Bernstein und Koralle ist es ein Totalschaden — diese Steine sind porös, gefüllt oder geklebt. Auch bei Steinen mit Rissen kann das Ultraschallbad einen Sprung vollenden.

Keine Chlorreiniger. Chlor greift Goldlegierungen an und macht sie über die Jahre brüchig. Deshalb: Ring ab vor dem Schwimmbad und vor dem Putzen.

Silber läuft an — warum, und was hilft

Silber wird nicht schmutzig, es reagiert. Schwefelverbindungen aus der Luft bilden auf der Oberfläche Silbersulfid: erst gelblich, dann braun, am Ende fast schwarz. Das ist kein Zeichen für schlechtes Silber, sondern eine ganz normale chemische Reaktion — und sie geht wieder weg.

Beschleunigt wird sie durch Schweiß, Kosmetik, Wolle, Gummi und Zwiebeln oder Eier auf dem Teller. Auch bestimmte Medikamente lassen Silber an einem Menschen schneller anlaufen als an einem anderen.

Was hilft: ein Silberputztuch. Es ist mit einer feinen Politur getränkt, arbeitet trocken und ist für glatte Flächen das schonendste Mittel. Für verwinkelte Stücke gibt es Silbertauchbäder — aber nur wenige Sekunden und nie bei Stücken mit Steinen oder geschwärzten Vertiefungen, weil die Schwärzung mitverschwindet.

Was vorbeugt: Silber luftdicht aufbewahren, am besten im Beutel mit Verschluss. Und tragen — Silber, das getragen wird, läuft langsamer an als Silber in der Schublade.

Was zu Hause nicht geht

Perlen. Sie werden nur mit einem feuchten Tuch abgewischt, nie eingeweicht. Der Seidenfaden zieht sich beim Trocknen zusammen, und die Perlenoberfläche ist eine dünne Schicht Perlmutt, die jedes Reinigungsmittel angreift. Perlenketten sollten alle paar Jahre neu geknotet werden.

Lockere Steine. Wenn ein Stein bei leichtem Antippen klickt oder sich bewegt, hört das Reinigen sofort auf. Er sitzt nicht mehr fest, und jede Bürste kann ihn endgültig lösen.

Rhodinierung, die durch ist. Ein Weißgoldring, der gelblich durchschimmert, ist nicht schmutzig — die Rhodiumschicht ist abgetragen. Da hilft kein Putzen, sondern nur neu rhodinieren.

Verformtes oder gerissenes. Ein Ring, der oval geworden ist, oder eine Kette mit einem angerissenen Glied gehört in die Hand eines Goldschmieds, bevor daraus ein Verlust wird.

Wann Sie es abgeben sollten

Einmal im Jahr lohnt sich ein Blick auf jedes Stück, das täglich getragen wird. Geprüft wird, ob die Krappen noch fest auf dem Stein sitzen, ob der Verschluss schließt und ob die Ringschiene an der Unterseite dünn geworden ist.

Das Ansehen und Einschätzen kostet bei uns nichts. Bringen Sie das Stück in der Bahnhofstraße vorbei — wir sagen Ihnen, was zu tun ist, bevor etwas passiert. Was möglich ist, steht unter Goldschmiedearbeiten.